Das Wichtigste auf einen Blick
✅ Herkunft: Das hier betrachtete Hawaii Black Lava Salz stammt von der hawaiianischen Insel Molokai.
✅ Meersalz: Ausgangspunkt ist Pazifikwasser, aus dem durch Verdunstung Salzkristalle gewonnen werden.
✅ Schwarze Farbe: Die charakteristische tiefschwarze Farbe entsteht durch die Zugabe von Aktivkohle.
✅ Keine Lava im Salz: Trotz des Namens enthält Black Lava Salz keine Lava und erhält seine Farbe auch nicht durch schwarzes Vulkangestein.
✅ Besondere Verarbeitung: Nach der Gewinnung wird das Meersalz weiterverarbeitet und mit Aktivkohle veredelt.
✅ Hawaiianische Salztradition: Salz hat auf Hawaii eine lange Geschichte. Modernes Black Lava Salz mit Aktivkohle sollte jedoch nicht automatisch mit traditionellem hawaiianischem paʻakai gleichgesetzt werden.
Was ist Hawaii Black Lava Salz?
Hawaii Black Lava Salz ist ein schwarzes Meersalz, das vor allem durch seine ungewöhnliche tiefdunkle Farbe auffällt.
Bei der Variante, die diesem Artikel zugrunde liegt, bildet Meersalz von der hawaiianischen Insel Molokai die Grundlage. Es wird aus Pazifikwasser gewonnen und anschließend mit Aktivkohle veredelt.
Die schwarze Farbe ist damit kein natürlicher Farbton des ursprünglichen Meersalzes. Sie entsteht erst bei der weiteren Verarbeitung.
Genau das unterscheidet Black Lava Salz von Salzen, deren Färbung bereits durch ihre natürliche mineralische Zusammensetzung entsteht.
Warum ist Hawaii Black Lava Salz schwarz?
Verantwortlich für die schwarze Farbe ist Aktivkohle.
Sie legt sich bei der Verarbeitung an die Salzkristalle und erzeugt deren charakteristische dunkle Oberfläche. Das zugrunde liegende Meersalz selbst wäre ohne diesen Verarbeitungsschritt nicht schwarz.
Der Name „Black Lava“ kann deshalb leicht missverstanden werden. Die Farbe stammt weder von flüssiger oder erstarrter Lava noch von schwarzem Vulkangestein.
Der Begriff nimmt vielmehr Bezug auf die tiefschwarze Optik und die stark vom Vulkanismus geprägte Landschaft Hawaiis.
Die University of Hawaiʻi beschreibt Black Lava Salt ebenfalls als solar gewonnenes Meersalz, das mit Aktivkohle überzogen wird. Lava selbst ist demnach kein Bestandteil des Salzes.
Woher stammt Hawaii Black Lava Salz?
Bei Black Lava Salz lohnt es sich, zwischen dem Namen einer Salzspezialität und der tatsächlichen Herkunft eines konkreten Produktes zu unterscheiden.
Für das Hawaii Black Lava Salz, das diesem Vyrtse Gewürzlexikon-Artikel zugrunde liegt, ist die Herkunft konkret mit Molokai, Hawaii/USA angegeben.
Molokai gehört zum hawaiianischen Archipel im zentralen Pazifik. Als Ausgangsmaterial dient Meerwasser des Pazifiks, aus dem die Salzkristalle gewonnen werden.
Bei anderen Produkten sollte die Bezeichnung „Hawaii Salz“ dagegen nicht automatisch als Beweis dafür verstanden werden, dass sämtliche Herstellungsschritte tatsächlich auf Hawaii stattfinden. Entscheidend ist immer die dokumentierte Herkunft des jeweiligen Salzes.
Welche Bedeutung hat Salz auf Hawaii?
Salz besitzt auf Hawaii eine Geschichte, die weit vor der heutigen Vermarktung schwarzer Gourmetsalze beginnt.
Das hawaiianische Wort für Salz lautet paʻakai. Traditionell wurde Salz unter anderem zum Würzen und Konservieren von Lebensmitteln verwendet und besaß darüber hinaus kulturelle Bedeutung.
Zur Salzgewinnung wurden natürliche Küstenbereiche sowie angelegte Salzbecken genutzt, in denen Meerwasser beziehungsweise konzentriertes Salzwasser durch Sonneneinstrahlung weiter verdunstete. Die University of Hawaiʻi dokumentiert diese traditionellen Methoden und ihre kulturelle Bedeutung.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Salz auf Hawaii zudem zu einem bedeutenden Handelsgut. Historische Darstellungen von Hawaii Sea Grant dokumentieren Salzproduktion und -export aus dem damaligen Königreich Hawaii.
Diese lange Salztradition sollte allerdings nicht automatisch auf modernes Black Lava Salz übertragen werden. Die traditionelle hawaiianische Salzgewinnung und die heutige Herstellung von schwarzem, mit Aktivkohle veredeltem Meersalz sind zwei unterschiedliche Themen.
Ist Black Lava Salz traditionelles hawaiianisches Salz?
Nicht im gleichen Sinne wie traditionelles hawaiianisches paʻakai.
Hawaii besitzt eine eigenständige und historisch belegte Tradition der Salzgewinnung. Ein bis heute bekanntes Beispiel findet sich in Hanapēpē auf Kauaʻi, wo hawaiianische Familien Salz nach überlieferten Methoden gewinnen.
Black Lava Salz mit Aktivkohle ist davon zu unterscheiden.
Es handelt sich um eine moderne Form veredelten Meersalzes, bei der die charakteristische schwarze Optik gezielt durch Aktivkohle erzeugt wird.
Deshalb wäre die Aussage, schwarzes Black Lava Salz sei aufgrund seiner Farbe eine jahrhundertealte hawaiianische Salztradition, zu pauschal.
Die Tradition der Salzgewinnung auf Hawaii ist historisch, die schwarze Aktivkohle-Veredelung sollte davon jedoch getrennt betrachtet werden.
Wusstest du schon?
Hawaii ist nicht nur für schwarzes Salz bekannt.
Eine weitere bekannte Variante ist das rötliche ʻalaea-Salz. Seine charakteristische Farbe entsteht durch die Verbindung des Salzes mit eisenoxidhaltigem rotem Ton (ʻalaea).
Damit zeigen gerade schwarzes Black Lava Salz und rotes ʻalaea-Salz sehr anschaulich, dass die Farbe eines Salzes nicht zwangsläufig die ursprüngliche Farbe der aus Meerwasser entstandenen Salzkristalle sein muss.
Bei Black Lava Salz sorgt Aktivkohle für Schwarz – beim traditionellen ʻalaea-Salz ist roter Ton für die charakteristische Färbung verantwortlich.
Wie wird Hawaii Black Lava Salz hergestellt?
Die Herstellung beginnt zunächst wie bei klassischem Meersalz: mit Meerwasser.
Bei dem Hawaii Black Lava Salz, das diesem Artikel zugrunde liegt, wird gefiltertes Pazifikwasser auf Molokai zur Salzgewinnung genutzt. Durch Verdunstung wird dem Wasser nach und nach Feuchtigkeit entzogen, bis sich Salzkristalle bilden.
Die vorliegenden Herstellerangaben beschreiben eine solare Verdunstung, bei der Sonnenenergie für diesen Prozess genutzt wird.
Erst nach der eigentlichen Salzgewinnung entsteht daraus das charakteristische schwarze Black Lava Salz. Die Salzkristalle werden weiterverarbeitet und mit einem Mineralienextrakt sowie hochreiner Aktivkohle vermischt.
Die Aktivkohle ist damit kein natürlicher Bestandteil des Meerwassers, sondern wird dem bereits gewonnenen Salz bei der Veredelung zugesetzt.
Was ist Aktivkohle?
Aktivkohle ist ein kohlenstoffreiches Material mit einer sehr porösen inneren Struktur. Sie kann aus verschiedenen kohlenstoffhaltigen Ausgangsmaterialien hergestellt werden.
Bei der in der Europäischen Union als Lebensmittelzusatzstoff definierten Pflanzenkohle E153 nennt die EU beispielsweise pflanzliche Ausgangsstoffe wie Holz, Celluloserückstände, Torf sowie Kokosnuss- und andere Schalen. Das Material wird zunächst karbonisiert und anschließend weiter aufbereitet.
Für Black Lava Salz ist jedoch vor allem eine andere Eigenschaft entscheidend: Aktivkohle besitzt eine intensive schwarze Farbe.
Durch ihre Zugabe erhalten die ursprünglich hellen Salzkristalle ihre charakteristische schwarze Oberfläche.
Die University of Hawaiʻi beschreibt Black Lava Salt entsprechend als durch Sonnenverdunstung gewonnenes Meersalz, das anschließend mit Aktivkohle überzogen wird.
Schmeckt Aktivkohle im Black Lava Salz?
Bei der hier betrachteten Ware wird der Geschmack als mild-salzig beschrieben, während der Geruch neutral ist. Nach Angaben des Importeurs bleibt die Aktivkohle geschmacklich eher im Hintergrund.
Das ist ein wichtiger Punkt für die Einordnung von Black Lava Salz: Seine auffälligste Besonderheit ist nicht ein vollkommen neues Salzaroma, sondern zunächst die schwarze Färbung der Kristalle.
Man sollte deshalb auch hier vorsichtig mit Beschreibungen wie „vulkanisch“, „lavartig“ oder „intensiv mineralisch“ sein. Aus der schwarzen Farbe allein lässt sich ein solcher Geschmack nicht ableiten.
Welche Rolle spielt die Körnung?
Black Lava Salz wird nicht nur durch seine Farbe, sondern auch durch die Beschaffenheit seiner Kristalle geprägt.
Bei der hier betrachteten Variante beträgt die Körnung etwa 1–2 Millimeter. Es handelt sich damit nicht um ein sehr fein gemahlenes Tafelsalz, sondern um deutlich erkennbare Salzkristalle.
Bei Salz beeinflusst die Körnung vor allem, wie schnell sich die Kristalle auflösen und wie sie im Mund wahrgenommen werden. Kleine Kristalle lösen sich schneller auf als größere, kompakte Kristalle.
Die Kristallgröße ist deshalb ein wichtiger Unterschied zwischen verschiedenen Salzprodukten, auch wenn deren Hauptbestandteil jeweils Natriumchlorid ist.
Ist schwarzes Salz dasselbe wie Kala Namak?
Nein. Der Begriff „schwarzes Salz“ kann leicht zu Verwechslungen führen.
Hawaii Black Lava Salz und Kala Namak sind zwei deutlich unterschiedliche Salzprodukte.
| Merkmal | Hawaii Black Lava Salz | Kala Namak |
|---|---|---|
| Salztyp | Veredeltes Meersalz | Traditionell verarbeitetes Steinsalz |
| Charakteristische Farbe | Schwarz | Dunkelviolett bis bräunlich; gemahlen oft rosa bis violett |
| Ursache der Farbe | Zugesetzte Aktivkohle | Schwefel- und Eisenverbindungen |
| Geruch | Weitgehend neutral | Charakteristisch schwefelig |
| Besonderheit | Schwarze Kristalloberfläche | Typisches schwefeliges Aroma |
Kala Namak ist insbesondere für seinen charakteristischen schwefeligen Geruch bekannt. Die University of Hawaiʻi führt diesen auf Schwefelverbindungen zurück und grenzt es damit klar von mit Aktivkohle gefärbtem Black Lava Salt ab.
„Schwarzes Salz“ ist also keine eindeutige Bezeichnung für eine bestimmte Salzart. Entscheidend ist, um welches Salz und welche Herstellungsmethode es tatsächlich geht.
Warum wird Hawaii Black Lava Salz in Deutschland als Dekorsalz angeboten?
Hier gibt es eine lebensmittelrechtliche Besonderheit, die bei Black Lava Salz häufig für Verwirrung sorgt.
Pflanzenkohle E153 ist in der Europäischen Union grundsätzlich als Lebensmittelfarbstoff definiert und zugelassen. Sie gehört zu den Lebensmittelfarbstoffen, für die grundsätzlich das Prinzip quantum satis vorgesehen sein kann.
Eine grundsätzliche Zulassung eines Zusatzstoffes bedeutet jedoch nicht, dass er automatisch jeder Lebensmittelkategorie zugesetzt werden darf.
Die europäische Zusatzstoffverordnung unterscheidet verschiedene Lebensmittelkategorien. Kochsalz wird unter Kategorie 12.1.1 geführt. Für diese Kategorie sind bestimmte Zusatzstoffe ausdrücklich aufgeführt; E153 Pflanzenkohle gehört nicht zu den dort genannten Farbstoffen.
Deshalb werden entsprechende mit Aktivkohle gefärbte Black-Lava-Produkte für den deutschen beziehungsweise europäischen Markt teilweise als Dekorsalz und nicht als gewöhnliches Speisesalz angeboten.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung:
Die Kennzeichnung bedeutet nicht, dass Aktivkohle grundsätzlich giftig oder generell nicht für Lebensmittel zugelassen wäre. Entscheidend ist vielmehr, für welche Lebensmittelkategorie ein bestimmter Zusatzstoff verwendet werden darf.
Genau deshalb sollte bei Black Lava Salz immer die Kennzeichnung des konkreten Produktes beachtet werden und nicht allein von der Bezeichnung „Salz“ auf eine Verwendung als Speisesalz geschlossen werden.
Wusstest du schon?
Die Bezeichnung E153 sagt zunächst nichts darüber aus, ob ein damit gefärbtes Produkt automatisch als Lebensmittel verkauft werden darf.
Lebensmittelzusatzstoffe werden in der EU nicht nur danach beurteilt, welcher Stoff verwendet wird, sondern auch danach, in welcher Lebensmittelkategorie er eingesetzt werden soll.
Deshalb kann ein Farbstoff grundsätzlich für Lebensmittel zugelassen sein und trotzdem nicht zum Färben jeder beliebigen Lebensmittelart verwendet werden.
Was unterscheidet Hawaii Black Lava Salz von gewöhnlichem Meersalz?
Die Grundlage von Hawaii Black Lava Salz ist zunächst Meersalz. Der wesentliche Unterschied entsteht erst durch die anschließende Veredelung.
Gewöhnliches Meersalz wird aus Meerwasser gewonnen, indem Wasser verdunstet und die zurückbleibenden Salzkristalle geerntet und weiterverarbeitet werden. Bei Black Lava Salz kommt danach Aktivkohle hinzu, die den Kristallen ihre schwarze Oberfläche gibt. Die University of Hawaiʻi beschreibt Black Lava Salt entsprechend als solar gewonnenes Meersalz, das mit Aktivkohle überzogen wird.
Damit entsteht keine grundsätzlich neue Salzart. Chemisch bleibt der Hauptbestandteil des Salzes Natriumchlorid. Die auffällige Besonderheit liegt vielmehr in der zusätzlichen Verarbeitung und der dadurch entstehenden schwarzen Optik.
| Merkmal | Hawaii Black Lava Salz | Klassisches Meersalz |
|---|---|---|
| Ausgangsstoff | Meerwasser | Meerwasser |
| Salzgewinnung | Verdunstung | Verdunstung |
| Farbe | Tiefschwarz | Meist weiß bis leicht gräulich |
| Ursache der Farbe | Aktivkohle | Natürliche Farbe der Kristalle |
| Zusätzliche Veredelung | Aktivkohle | Nicht zwingend |
| Besonderheit | Auffällige schwarze Oberfläche | Je nach Herkunft und Kristallisation unterschiedliche Körnung und Struktur |
Der Unterschied liegt also weniger im Prinzip der Salzgewinnung als in dem, was nach der Kristallisation mit dem Salz geschieht.
Welche Bedeutung haben Mineralstoffe im Meersalz?
Bei besonderen Meersalzen wird häufig mit Begriffen wie „mineralstoffreich“, „voller Spurenelemente“ oder sogar mit gesundheitlichen Vorteilen geworben.
Solche Aussagen sollte man differenziert betrachten.
Meerwasser enthält neben Natrium und Chlorid zahlreiche weitere gelöste Stoffe. Je nach Gewinnung und Verarbeitung können davon geringe Mengen im fertigen Meersalz verbleiben. Trotzdem besteht Speisesalz überwiegend aus Natriumchlorid.
Die Farbe eines Salzes ist deshalb kein zuverlässiger Hinweis darauf, dass es ernährungsphysiologisch wesentlich wertvoller wäre als ein anderes Salz.
Das gilt besonders für Black Lava Salz: Seine schwarze Farbe entsteht durch die zugesetzte Aktivkohle und ist kein sichtbarer Beweis für einen außergewöhnlich hohen natürlichen Mineralstoffgehalt.
Auch Begriffe wie „vulkanische Mineralien“ oder „mineralische Kraft der Lava“ sollten deshalb nicht allein aus der schwarzen Optik abgeleitet werden.
Ist Hawaii Black Lava Salz gesünder als normales Salz?
Für eine solche Aussage gibt es keine Grundlage.
Auch bei besonderen Meersalzen bleibt Salz ernährungsphysiologisch vor allem eine Quelle für Natriumchlorid. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung weist darauf hin, dass eine dauerhaft hohe Kochsalzzufuhr unter anderem mit erhöhtem Blutdruck verbunden sein kann. Für Erwachsene nennt sie einen Orientierungswert von bis zu 6 Gramm Kochsalz pro Tag. Deutsche Gesellschaft für Ernährung – Speisesalz
Auch aus der zugesetzten Aktivkohle sollte man bei Black Lava Salz keine gesundheitlichen oder sogenannten „Detox“-Wirkungen ableiten.
Aktivkohle besitzt zwar aufgrund ihrer porösen Struktur eine hohe Adsorptionsfähigkeit und wird für verschiedene technische und medizinische Zwecke eingesetzt. Daraus folgt jedoch nicht, dass mit Aktivkohle gefärbtes Salz den Körper „entgiftet“.
Für einen sachlichen Gewürzlexikonartikel gilt deshalb:
Black Lava Salz ist wegen seiner Herkunft, Herstellung und schwarzen Optik interessant – nicht aufgrund unbelegter Gesundheitsversprechen.
Welche Salzarten eignen sich wofür?
Die Unterschiede zwischen Salzen entstehen nicht nur durch ihre Herkunft. Auch Kristallform, Körnung und zusätzliche Verarbeitung beeinflussen, wie ein Salz eingesetzt wird.
Da Hawaii Black Lava Salz mit Aktivkohle in Deutschland beziehungsweise der EU rechtlich eine Besonderheit darstellt, führen wir es hier bewusst als Dekorsalz und nicht als gewöhnliches Speisesalz.
| Salzart | Besonderheit | Typische Verwendung |
|---|---|---|
| Hawaii Black Lava Salz | Schwarzes Meersalz mit Aktivkohle | Dekorsalz, dekorative Präsentation |
| Griechisches Pyramidensalz | Dünne, pyramidenförmige Salzflocken | Finishing, bei dem Textur und Knusprigkeit erhalten bleiben sollen |
| Thar Wüstensalz | Natürliches Steinsalz | Allgemeines Würzen und Kochen |
| Italienisches Rauchsalz | Über Buchenholz geräuchertes Salz | Gerichte, bei denen gezielt Raucharoma eingesetzt werden soll |
| Kristallsalz Dark Pink | Rosa gefärbtes Kristallsalz aus Pakistan | Allgemeines Würzen, je nach Körnung auch für die Salzmühle |
| Afrikanisches Perlensalz | Charakteristische rundliche Salzkristalle | Mühle und Finish, wenn die Kristallstruktur eine Rolle spielen soll |
| Deutsches Steinsalz | Unterirdisch gewonnenes Steinsalz | Allgemeines Kochen, Backen und Würzen |
| Syrah Rotweinsalz | Mit Rotwein veredeltes Salz | Finishing und Gerichte, bei denen Weinaromatik erwünscht ist |
| Kala Namak | Schwefelhaltiges Salz mit charakteristischem Geruch | Südasiatische Küche und Speisen mit gewünschtem Ei-Aroma |
| Mittelmeer Meersalz | Durch Verdunstung von Meerwasser gewonnenes Salz | Universelles Würzen und Kochen |
Die Tabelle zeigt auch, warum es wenig sinnvoll ist, alle besonderen Salze einfach als „Gourmetsalz“ zusammenzufassen. Ein Pyramidensalz zeichnet sich beispielsweise vor allem durch seine Kristallstruktur, Rauchsalz durch seine Aromatisierung und Kala Namak durch seine charakteristischen Schwefelverbindungen aus.
Black Lava Salz nimmt wiederum eine andere Stellung ein: Hier ist die schwarze Färbung durch Aktivkohle das zentrale Unterscheidungsmerkmal.
Wusstest du schon?
Schwarze Farbe bedeutet bei Salz nicht automatisch, dass zwei schwarze Salze miteinander verwandt sind.
Hawaii Black Lava Salz und Kala Namak werden beide als „schwarzes Salz“ bezeichnet, entstehen aber auf völlig unterschiedliche Weise.
Black Lava Salz erhält seine Farbe durch zugesetzte Aktivkohle. Kala Namak ist dagegen ein verarbeitetes Steinsalz, dessen charakteristischer Geruch und seine Färbung mit Schwefel- beziehungsweise Eisenverbindungen zusammenhängen.
Die Farbe allein verrät deshalb erstaunlich wenig darüber, woher ein Salz stammt oder wie es hergestellt wurde.
Wie sollte Hawaii Black Lava Salz gelagert werden?
Salz gehört grundsätzlich zu den lange haltbaren Lebensmitteln, weil sein sehr niedriger Wassergehalt das Wachstum vieler Mikroorganismen stark einschränkt. Bei veredelten Salzen spielt die richtige Lagerung dennoch eine wichtige Rolle, um Körnung, Rieselfähigkeit und äußere Beschaffenheit zu erhalten.
Black Lava Salz sollte deshalb:
- trocken
- gut verschlossen
- lichtgeschützt
- vor hoher Luftfeuchtigkeit geschützt
aufbewahrt werden.
Besonders Feuchtigkeit kann dazu führen, dass Salzkristalle Wasser aus der Umgebung aufnehmen und miteinander verklumpen. Ein dicht schließendes Gefäß oder eine geeignete Aromaschutzverpackung schützt die Kristalle davor.
Ist Hawaii Black Lava Salz ein Naturprodukt?
Diese Frage lässt sich nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten.
Die Grundlage ist ein natürlich gewonnener Rohstoff: Meersalz aus verdunstetem Meerwasser. Seine charakteristische schwarze Erscheinung entsteht jedoch erst durch einen zusätzlichen Verarbeitungsschritt mit Aktivkohle.
Black Lava Salz ist deshalb treffender als veredeltes Meersalz zu beschreiben.
Die Bezeichnung „naturbelassenes schwarzes Meersalz“ wäre dagegen missverständlich, wenn dadurch der Eindruck entsteht, die Salzkristalle würden bereits schwarz aus dem Meerwasser kristallisieren.
Häufige Fragen zu Hawaii Black Lava Salz
Warum ist Hawaii Black Lava Salz schwarz?
Die schwarze Farbe entsteht durch zugesetzte Aktivkohle. Sie stammt nicht von Lava oder schwarzem Vulkangestein.
Ist in Black Lava Salz echte Lava enthalten?
Nein. „Black Lava“ bezieht sich auf die dunkle Optik und die Assoziation mit Hawaiis Vulkanlandschaft. Lava ist kein Bestandteil des hier beschriebenen Salzes.
Woher stammt Hawaii Black Lava Salz?
Das in diesem Artikel betrachtete Salz stammt von Molokai auf Hawaii. Grundlage ist Pazifikwasser, aus dem durch Verdunstung Meersalz gewonnen wird.
Ist Black Lava Salz dasselbe wie Kala Namak?
Nein. Black Lava Salz wird durch zugesetzte Aktivkohle schwarz gefärbt. Kala Namak ist ein völlig anderes Salz und zeichnet sich unter anderem durch charakteristische Schwefelverbindungen und seinen typischen Geruch aus.
Ist Hawaii Black Lava Salz gesünder als gewöhnliches Salz?
Aus seiner schwarzen Farbe oder der zugesetzten Aktivkohle lässt sich kein besonderer gesundheitlicher Vorteil gegenüber gewöhnlichem Salz ableiten.
Warum wird Black Lava Salz als Dekorsalz bezeichnet?
Für Lebensmittelzusatzstoffe gelten in der EU nicht nur allgemeine Zulassungen, sondern auch Vorgaben für bestimmte Lebensmittelkategorien. Pflanzenkohle E153 ist zwar grundsätzlich als Lebensmittelfarbstoff zugelassen, gehört jedoch nicht zu den für die Lebensmittelkategorie Kochsalz aufgeführten Farbstoffen. Deshalb werden entsprechende Produkte mit Aktivkohle für den europäischen Markt als Dekorsalz angeboten.
Kann man Hawaii Black Lava Salz essen?
Hier muss die Kennzeichnung des konkreten Produktes beachtet werden. Dass Aktivkohle beziehungsweise Pflanzenkohle grundsätzlich als E153 bekannt ist, bedeutet nicht automatisch, dass ein damit gefärbtes Salz in der EU als Speisesalz verwendet werden darf.
Bei Black Lava Salz, das ausdrücklich als Dekorsalz beziehungsweise nicht zum Verzehr geeignet gekennzeichnet ist, sollte diese Angabe entsprechend beachtet werden.
Fazit
Hawaii Black Lava Salz fällt zunächst durch seine ungewöhnliche schwarze Farbe auf. Hinter dieser Optik steckt jedoch keine schwarze Lava und auch kein von Natur aus schwarzes Meersalz.
Die Grundlage des hier betrachteten Produktes bildet Meersalz von Molokai auf Hawaii. Nach der Gewinnung aus Pazifikwasser wird das Salz weiterverarbeitet und erhält durch zugesetzte Aktivkohle seine charakteristische schwarze Oberfläche.
Gerade die Unterscheidung zwischen traditioneller hawaiianischer Salzgewinnung und modernem Black Lava Salz ist wichtig. Hawaii besitzt eine lange und kulturell bedeutende Salztradition – daraus folgt jedoch nicht, dass die heutige Veredelung von Meersalz mit Aktivkohle eine jahrhundertealte hawaiianische Herstellungsmethode ist.
Auch gesundheitliche Aussagen lassen sich aus der schwarzen Farbe nicht ableiten. Black Lava Salz ist vor allem wegen seiner Herstellung, auffälligen Färbung und der besonderen lebensmittelrechtlichen Einordnung interessant.
Damit zeigt es exemplarisch, wie stark sich Salze trotz eines ähnlichen Grundbestandteils durch Herkunft, Kristallstruktur und Weiterverarbeitung voneinander unterscheiden können.
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