Gemüsebrühe gehört zu den Grundlagen in vielen Küchen. Sie dient als Basis für Suppen und Eintöpfe, kommt in Saucen, Risotto oder Schmorgerichten zum Einsatz und kann Gerichten zusätzliche Würze geben.
Dabei kann Gemüsebrühe ganz unterschiedlich entstehen: klassisch aus Gemüse, Kräutern und Gewürzen, die in Wasser ausgekocht werden, als vorbereitete Paste oder als trockene Mischung, die in Wasser eingerührt wird.
Gerade bei Gemüsebrühe in Pulverform entstehen allerdings schnell Missverständnisse. „Pulver“ wird manchmal automatisch mit vielen Zusatzstoffen oder umgangssprachlich mit „Chemie“ gleichgesetzt. So einfach ist es nicht. Die Form eines Lebensmittels sagt zunächst wenig darüber aus, woraus es besteht. Entscheidend ist die Zusammensetzung.
Schauen wir uns deshalb ohne Wertung an, welche Unterschiede es gibt.
Was ist Gemüsebrühe eigentlich?
Bei einer klassischen Gemüsebrühe werden Gemüse und je nach Rezept weitere Zutaten wie Kräuter und Gewürze in Wasser gegart. Währenddessen gehen unter anderem wasserlösliche Bestandteile sowie Geschmacks- und Aromastoffe aus den verwendeten Zutaten in die Flüssigkeit über.
Welche Zutaten verwendet werden, kann sich von Rezept zu Rezept unterscheiden. Häufig kommen beispielsweise Zwiebeln, Möhren, Lauch oder Sellerie sowie verschiedene Kräuter und Gewürze zum Einsatz. Je nach gewünschtem Geschmack können weitere Gemüsearten hinzukommen.
Das Ergebnis ist eine Brühe, die direkt verwendet oder als Grundlage für Suppen, Saucen, Eintöpfe und zahlreiche andere Gerichte eingesetzt werden kann.
Gemüsebrühe selber machen: die klassische Variante
Wer Gemüsebrühe selbst zubereitet, entscheidet darüber, welche Zutaten in den Topf kommen. Auch Salz und Würzung lassen sich individuell bestimmen.
Gleichzeitig benötigt eine selbst gemachte Gemüsebrühe entsprechende Zutaten sowie Vorbereitungs- und Kochzeit. Das kann sich besonders anbieten, wenn die Brühe eine wichtige Rolle im Gericht spielt oder ohnehin Gemüse und geeignete Gemüseabschnitte verarbeitet werden sollen.
Im Alltag möchte oder kann aber nicht jeder jedes Mal einen Topf Gemüsebrühe ansetzen. Dafür gibt es haltbare Alternativen wie Gemüsebrühe als Pulver oder andere konzentrierte Formen.
Keine dieser Varianten ist grundsätzlich die „richtige“. Sie erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse und können je nach Situation unterschiedlich praktisch sein.
Gemüsebrühe als Pulver oder Instant – wo liegt der Unterschied?
Trockene Gemüsebrühen haben vor allem einen praktischen Vorteil: Sie sind schnell verfügbar, lassen sich gut lagern und können nach Bedarf dosiert und mit Wasser zubereitet oder direkt zum Würzen eines Gerichts verwendet werden.
Wie eine solche Gemüsebrühe zusammengesetzt ist, lässt sich allerdings nicht allein daran erkennen, dass sie als Pulver angeboten wird.
Je nach Produkt können beispielsweise Salz, Gemüse, Kräuter, Gewürze, Stärke und Öl enthalten sein. Andere Rezepturen können weitere Zutaten wie Hefeextrakt, Aromen oder zugelassene Zusatzstoffe enthalten.
Deshalb lohnt sich bei fertiger Gemüsebrühe immer ein Blick auf die Zutatenliste.
Ist Gemüsebrühe-Pulver automatisch „Chemie“?
Nein. Allein aus der Pulverform lässt sich nicht ableiten, welche Zutaten ein Lebensmittel enthält.
Viele Lebensmittel werden getrocknet und anschließend zerkleinert oder gemahlen. Knoblauchgranulat, Zwiebelpulver, Paprikapulver und getrocknete Kräuter sind alltägliche Beispiele.
Auch bei Gemüsebrühe in Pulverform ist deshalb die konkrete Zusammensetzung entscheidend. Zwei Produkte können äußerlich sehr ähnlich aussehen und dennoch ganz unterschiedliche Zutatenlisten besitzen.
Der umgangssprachliche Begriff „Chemie“ hilft bei der Beurteilung eines Lebensmittels deshalb nur wenig. Wer wissen möchte, was tatsächlich enthalten ist, findet die wesentlich aussagekräftigeren Informationen im Zutatenverzeichnis.
Geschmacksverstärker, Glutamat und Hefeextrakt – was bedeutet das?
Bei diesen Begriffen lohnt sich eine klare Unterscheidung.
Glutaminsäure und ihre Salze, die Glutamate, kommen natürlicherweise in verschiedenen Lebensmitteln vor. Bestimmte Glutamate können gleichzeitig als zugelassene Lebensmittelzusatzstoffe eingesetzt werden. Ein bekanntes Beispiel ist Mononatriumglutamat, auch als E621 bezeichnet.
Werden kennzeichnungspflichtige Zusatzstoffe eingesetzt, sieht das EU-Lebensmittelrecht grundsätzlich die Angabe ihrer Funktionsklasse sowie ihrer speziellen Bezeichnung oder gegebenenfalls ihrer E-Nummer im Zutatenverzeichnis vor. „Geschmacksverstärker“ gehört zu diesen Funktionsklassen.
Hefeextrakt ist davon zu unterscheiden. Hefeextrakt ist eine Zutat und nicht dasselbe wie der Zusatzstoff Mononatriumglutamat. Hefeextrakt kann jedoch natürlicherweise Glutamat enthalten und dadurch zu einem herzhaften, umamireichen Geschmack beitragen.
Daraus ergibt sich keine pauschale Aussage darüber, welche Rezeptur besser oder schlechter ist. Ein Produkt mit zugesetztem Glutamat ist nicht allein deshalb qualitativ schlechter, genauso wenig ist ein Produkt ohne zugesetztes Glutamat allein deshalb automatisch besser oder gesünder.
Glutamat und Umami sind ein eigenes spannendes Thema. Deshalb werden wir uns damit in einem separaten Küchenwissen-Beitrag ausführlicher beschäftigen.
Was steckt in unserer Vyrtse Gemüsebrühe?
Unsere Vyrtse Gemüsebrühe ist eine trockene Bio-Würzmischung. Sie enthält Meersalz, Kartoffelstärke, Karotte, Zwiebel, Pastinake, Shiitake, Kürbis, Petersilie, Sonnenblumenöl, Curcuma und Liebstöckelwurzel.
Hefeextrakt, zugesetzte Glutamate wie E621 und Aromen stehen nicht in der Zutatenliste unserer Gemüsebrühe.
Das erwähnen wir nicht, weil diese Zutaten grundsätzlich schlecht wären. Es beschreibt schlicht die Rezeptur unserer Gemüsebrühe.
Und genau deshalb lohnt sich generell der Blick auf die Zutatenliste: Zwei Produkte, die beide als Gemüsebrühe angeboten werden, können unterschiedlich zusammengesetzt sein.
Gemüsebrühe und Nährwerte – was lässt sich vergleichen?
Nur eingeschränkt.
Bei einer selbst gemachten Gemüsebrühe hängen die Nährwerte unter anderem davon ab, welche Zutaten verwendet werden, in welchen Mengen sie zum Einsatz kommen, wie viel Wasser verwendet wird und wie die Brühe anschließend weiterverarbeitet wird.
Bei einer trockenen Gemüsebrühe wiederum ist ein direkter Vergleich von 100 Gramm Pulver mit einem Liter fertig zubereiteter Brühe wenig aussagekräftig. Entscheidend ist vielmehr, wie viel von der Mischung tatsächlich verwendet wird.
Für unsere Vyrtse Gemüsebrühe beträgt die Dosierempfehlung 20 Gramm auf einen Liter Wasser.
Die trockene Mischung enthält durchschnittlich 146 kcal, 2,6 g Fett, 22,9 g Kohlenhydrate, 0,9 g Zucker, 8,1 g Ballaststoffe, 3,5 g Eiweiß und 56,7 g Salz je 100 Gramm.
Bei der empfohlenen Dosierung entsprechen 20 Gramm Mischung rechnerisch etwa 29 kcal und 11,3 Gramm Salz pro Liter zubereiteter Brühe. Bei 250 ml sind das rund 7 kcal und 2,8 Gramm Salz.
Die Dosierung kann je nach Gericht und persönlichem Geschmack angepasst werden.
Gerade beim Salz lohnt sich ein bewusster Blick auf die verwendete Menge. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt für Erwachsene einen Orientierungswert von bis zu 6 Gramm Speisesalz pro Tag.
Auch daraus ergibt sich kein Argument für oder gegen eine bestimmte Form von Gemüsebrühe. Wer Gemüsebrühe selbst zubereitet, kann die verwendete Salzmenge individuell bestimmen. Bei fertigen Produkten helfen die Nährwertangaben und die Dosierempfehlung bei der Einschätzung.
Selbst gemacht oder als Pulver: Welche Gemüsebrühe passt wann?
Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort.
Eine selbst gemachte Gemüsebrühe bietet viel Kontrolle über die verwendeten Zutaten und lässt sich auf das jeweilige Gericht und den persönlichen Geschmack abstimmen. Dafür benötigt sie entsprechende Zutaten und Zeit.
Gemüsebrühe als Pulver ist dagegen schnell verfügbar, gut lagerfähig und einfach zu dosieren. Wie sie schmeckt und zusammengesetzt ist, hängt vom jeweiligen Produkt ab.
Und natürlich spielt am Ende etwas eine Rolle, das sich weder in einer Zutatenliste noch in einer Nährwerttabelle vollständig abbilden lässt: der persönliche Geschmack.
Wer gerne Gemüsebrühe selbst zubereitet, kann das tun. Wer im Alltag nicht jedes Mal eine frische Brühe ansetzen möchte, kann auf eine fertige Alternative zurückgreifen. Und wer bestimmte Zutaten bevorzugt oder vermeiden möchte, findet die entscheidenden Informationen auf der jeweiligen Zutatenliste.
Unsere Vyrtse Gemüsebrühe als praktische Alternative
Genau für solche Situationen verwenden wir unsere Vyrtse Gemüsebrühe: wenn Gemüsebrühe benötigt wird, aber nicht jedes Mal eine frische Brühe angesetzt werden soll.
Sie ist für eine vegetarische und vegane Ernährung geeignet und wird mit 20 Gramm auf einen Liter Wasser dosiert.
Wer eine fertige Alternative für den Alltag sucht, findet bei uns die Vyrtse Gemüsebrühe ohne zugesetzte Geschmacksverstärker und Hefeextrakt.
Nicht als Ersatz für jede selbst gemachte Brühe und nicht mit dem Anspruch, die einzig richtige Variante zu sein. Sondern als praktische Alternative mit einer transparenten Zutatenliste.
Häufige Fragen zu Gemüsebrühe
Enthält Gemüsebrühe immer Geschmacksverstärker?
Nein. Die Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Produkt. Ob zugesetzte Geschmacksverstärker enthalten sind, lässt sich anhand der Zutatenkennzeichnung erkennen.
Ist Gemüsebrühe-Pulver automatisch „Chemie“?
Nein. Die Pulverform allein sagt nichts darüber aus, welche Zutaten ein Produkt enthält. Entscheidend ist die jeweilige Zusammensetzung und damit ein Blick auf die Zutatenliste.
Ist Hefeextrakt dasselbe wie Glutamat?
Nein. Hefeextrakt ist eine Zutat und nicht dasselbe wie zugesetztes Mononatriumglutamat (E621). Hefeextrakt kann allerdings natürlicherweise Glutamat enthalten.
Kann man Gemüsebrühe selber machen?
Ja. Eine klassische Gemüsebrühe lässt sich beispielsweise aus Gemüse, Kräutern, Gewürzen und Wasser zubereiten. Zutaten, Würzung und Salzgehalt können dabei individuell bestimmt werden.
Was ist in der Vyrtse Gemüsebrühe enthalten?
Unsere Gemüsebrühe enthält Meersalz, Kartoffelstärke, Karotte, Zwiebel, Pastinake, Shiitake, Kürbis, Petersilie, Sonnenblumenöl, Curcuma und Liebstöckelwurzel.
Quellen & weiterführende Informationen
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Informationen zur gesundheitlichen Bewertung von Glutamat
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Informationen zu Speisesalz
Lebensmittelklarheit: Informationen zu Hefeextrakt und Glutamat